• Hanne Luhdo

Frühlingsfest belegte: Die Platte lebt



Und siehe da: Es war Leben auf dem Berliner Platz. Nach endlosen politischen Diskussionen über die Belebung des größten Platzes in Schwerin, dessen Größe unproportional im Verhältnis steht zu der Zahl an Veranstaltungen, feierte der Verein „Die Platte lebt“ dort am 27. April sein 15-jähriges Bestehen. Und viele Gäste kamen, sogar der Oberbürgermeister, der jüngst in der Stadtvertretersitzung aufgefordert worden war, noch vor der Kommunalwahl bei einer Einwohnerversammlung in Neu Zippendorf anzutreten, um über die Zukunft des Platzes Rede und Antwort zu stehen. Doch dieser Stadtteil wäre nach seinem Terminplan erst im September wieder dran. Da der Ortsbeirat aber solange nicht warten wollte, brachte er einen entsprechenden Antrag in die Stadtvertretersitzung ein. Nun kam der Oberbürgermeister außerterminplanmäßig am 27. April auf den Berliner Platz und hatte dort auch zahlreiche Gespräche mit Bewohnern. Man hätte mir ihm also direkt vor Ort über die Probleme sprechen können. Doch die, die am lautesten das Gespräch gefordert hatten, waren nicht da. Man darf deshalb gespannt sein, wie es weitergeht.

Beim Frühlingsfest spielten diese Querelen zum Glück keine Rolle, und man hatte nicht den Eindruck, dass die Besucher ungern hierher gekommen waren. Bei bestem Frühlingswetter (bis auf die letzten Minuten) herrschte eine freudige, entspannte Stimmung, für die vor allem die Kepler-Open-Air-Band aus dem Patchwork Center sorgte. Livemusik von Hobbymusikern, die sich an dem für sie neuen Auftrittsort wohl fühlten. Einen Einblick in das kulturelle Leben der Stadtteile vermittelten auch Nasser Masoud und Olga Mikheeva vom Verein SIČ und die „Plattelinos“ aus dem „Eiskristall“. Gekommen waren viele Vereine aus der Nachbarschaft, die sich um eine Projektförderung anlässlich des Geburtstages beworben hatten. Aus den geplanten 15 Projekten wurden 20, die noch 2019 „von der Platte für die Platte“ finanziell unterstützt werden, z. B. ein Nachhilfeprojekt vom Verein „Miteinander – Ma’an“, ein Workshop der „Fernsehturmspatzen“, eine Veranstaltungsjurte für den una-Verein, ein Anhänger für das Patchwork Center, ein Zirkusprojekt des Behindertenverbandes, ein Großfeldschach des Vereins „Schachfreunde Schwerin“, ein Bildungsangebot im neuen Nachbarschaftstreff „ZiMT“, Fußballtrikots für den Burgseeverein sowie Zuschüsse für die Erneuerung des Gorodkiplatzes und des Minifußballfeldes in der Hegelstraße. Die Kinder freuten sich vor allem über das Angebot des Fun-Trucks vom Kinderschutzbund und die Hüpfburg des AWO-Treffs „Deja vu“. Hochbetrieb herrschte aber auch an den Glücksrädern der WGS und der „Toys Company“. Mittendrin „Sonny“, das Maskottchen aus dem „Haus der Begegnung“. Es war ein buntes Fest, das die Vielfalt der Stadtteile zeigte und den Berliner Platz in ein positives Licht setzte.

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